Lehrveranstaltung

SS/WS:  SS
Semester:  6
Jahr:  2017
Qualifizierungsbereich:  
Titel:  Mietpoker – Der Diskurs über Zukunftsperspektiven des Wohnens (in europäischen Metroplregionen)
Fachbez.:  MSI: MB Werte und Normen: Wahlpflichtmodul Konflikt und Konsens
Art der Lehrveranstaltung:  reguläre Lehrveranstaltung
LV-Zuordnung:  
Stundensoll:  2.00
Grup.Sollgröße:  30
Einschreibung notwendig:  nein
Turnus:  nur Blocktermine
Wochentag:  s. Blocktermine
Wird die LV 1-/2-/3-/4-/5-/6-stündig gehalten, blockweise oder online  blockweise
Startzeit:  00:00
Endzeit:  00:00
Starttermin (dd.mm.yy):  17.03.17
Raum:  s. Blocktermine
Blocktermine:  Fr, 17.03.2017, 09:45 - 17:00, Raum O 120
Fr, 24.03.2017, 09:45 - 17:00, Raum O 120
Fr, 31.03.2017, 09:45 - 17:00, Raum O 120
Anmerkungen zu den Blockterminen:  
LV-Nummer:  3612
LN-Art:  LN
Spezifikation des Leistungs-
nachweises, falls LN:
 Praktischer Leistungsnachweis: Gruppenarbeit im Rahmen des Workshops
Dozent(in):  Sprinkart, Karl-Peter ( 2.00 Std)
Text der Ankündigung:  Wie in kaum einem anderen Feld unserer Lebenswelt prallen beim Thema Wohnen in den europäischen Metropolen widerstreitende Interessen aufeinander. Dort gibt es einerseits die seit der Finanzkrise von 2008 nochmals gesteigerten Interessen von Finanzinvestoren an attraktiven Anlagemöglichkeiten auf dem Immobilienmarkt, die gerade dabei sind, unseren Städten ein neues, auf Interessen von Wertsteigerung und Kapitalverwertung ausgerichtetes Gesicht zu geben. Auf der anderen Seite stehen die Interessen der alteingesessenen Bewohner, zumeist Menschen mit geringem Einkommen, die an niedrigen Mieten und an öffentlichen Räumen in der Stadt, die Aufenthaltsqualität besitzen und gelebte Nachbarschaft ermöglichen, interessiert sind. Gibt es für diese Menschen soetwas wie ein Recht auf Wohnen? Gibt es Grenzen der ökonomischen Verwertung von Stadträumen? Kann es in diesem Konflikt an dem viele weitere Akteure, etwa Stadtplaner, Architekten, Handelsunternehmen, Politiker… beteiligt sind, Modell des Interessensaugleichs, der Konsensfindung geben? Gibt es einen neutralen Standpunkt, von dem aus dieser Konflikt moderiert werden kann, wo doch jeder von uns von diesem Konflikt betroffen ist? Ziel der Veranstaltung ist es zunächst aufzuzeigen, wie eng die geschichtliche Verbindung von Diskurs und gesellschaftlicher Innovation ist. Angefangen von den Modellen politischer Partizipation in antiken Kulturen, über die Träume der Aufklärung bis hin zum Innovationsdiskurs unserer Tage wurden immer wieder Instrumente entwickelt, die Konfliktlösung und Konsensfindung zu fördern versprechen. Gesellschaftlicher Konflikt und Interessensaushandlung geschehen aber nicht im luftleeren Raum. Es geht immer um konkrete Gestaltungen der gemeinsamen Lebenswelt. Wie kaum ein anderes Thema wirft dabei der Diskurs über die Zukunft unserer Städte und ihrer Bewohner Fragen nach wirtschaftlicher und politischer Teilhabe auf. Zugleich ist der öffentliche Raum der Städte ein Experimentierfeld, in dem Instrumente wie Bürgerbeteiligung an urbanen Planungsprozessen erprobt werden können, die neue Perspektiven für die Lösung von innerstädtischen Interessenskonflikten eröffnen. 1. Freitag: Einführung in das Thema Konflikt und Konsens – Philosophisch – kommunikationswissenschaftliche Ansätze zur Rhetorik und Diskurstheorie: Diskurs als Motor für Prozesse gesellschaftlicher Innovation Die Stadt gehört ihren Bewohnern: Zum Stellenwert des aktuellen Stadtentwicklungsund Mietdiskures innerhalb des den gesellschaftlichen Chancen- und Zukunftsdiskurs 2. Workshop: Szenarien für Der aktuelle Diskurs über innerstädtischen Wohnraum und die Entwicklung von Szenarien 3. Freitag: Strategien eines veränderten Diskures zur Durchsetzung von Mieter- und Quartiersinteressen unter heute gültigen finanzkapitalistischen Marktbdingungen, insbesondere Genossensschaftsmodelle Leistungsnachweis: Gruppenarbeit im Rahmen des Workshops